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Liebe Freund*innen des Posthofs,
der Frühling ist da – und mit ihm passiert auf dem Posthof Mal wieder besonders viel.
Schweren Herzens mussten wir uns Anfang Februar von zwei unserer wunderschönen Lindenbäume aus der Einfahrt verabschieden. Sie waren im Inneren stark vom Brandkrustenpilz befallen, sodass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte – ein Punkt, der uns durch die Food Coop und unsere weiteren Angebote inzwischen umso wichtiger ist. Um die übrigen Bäume der Allee zu erhalten, haben wir die beiden am stärksten befallenen gefällt und mittlerweile auch samt Wurzel ausgefräst. An ihrer Stelle schmücken nun zwei junge Linden den Wall, und wir hoffen auf schnelles, gesundes Wachstum.
Auch im Garten ist die Saison gestartet. Dieses Jahr dürfen wir uns auf besonders viele Erdbeeren freuen, dazu unter anderem Kartoffeln, Mais und weitere Gemüse sowie Beeren. Flächen, die dieses Jahr keinen Nutzen in dem Sinne bekommen, verwandeln wir in großzügige Blühwiesen für Insekten und Auge.
Dann hat nun längst unsere Wwoofer-Saison begonnen, dieses Jahr schon im März, die zweite Lammsaison haben wir gemeistert und auch die kommenden Wochen und Monate werden bunt: am 10. Mai feiern wir das Apfelblütenfest am Nordkolleg mit einem Stand und diversen Angeboten für Familien, im Juli dürfen wir wieder Gastgeberin für das VHS Konzert sein und im August geht es endlich an den Neubau des Schafstalls.
Aber lest am besten selbst, was so los war und los sein wird… |
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Unsere Food Coop ist 1 Jahr geworden
Wie die Zeit vergeht – am 01.03.2025 öffneten wir zum ersten Mal feierlich die Türen unserer Food Coop auf dem Posthof. Über 1 Jahr ist seither vergangen und wir sind immer noch ziemlich stolz auf dieses Projekt! Manchmal wundern wir uns selbst noch, wie wir in kurzer Zeit aus einer Werkstatt einen hübschen Laden – ähm Lager – geschaffen haben. Auch bei der ersten offiziellen Mitgliederversammlung im März 2026 wurde ein wenig in Erinnerungen geschwelgt, denn nicht viele Mitglieder sind seit dem ersten Tag (oder sogar schon dem Umbau) dabei.
Ich kann mich kaum entscheiden, was das Beste an/in/um dieses erste Jahr Food Coop war:
Zunächst sicher, dass unser „Business Plan“ aufgegangen ist, die ursprünglich angepeilte Mitgliederzahl von 100 längst stabil erreicht ist, die kalkulierten Aufschläge nur minimale Anpassungen brauchten und wir alle notwendigen Investitionen auch spontan (Kühlschrank kaputt) tätigen konnten. Wir haben das erste Jahr wirklich gut gemeistert – ohne nennenswerte Katastrophen, mit allenfalls mittelkleinen Pannen.
Wir haben im Laufe des Jahres viele Erfahrungen gesammelt und einiges gelernt (wenn auch nicht alles verstanden – mir bleibt schleierhaft warum es ungefähr 27 verschiedene Sorten von Pfandflaschen geben muss, die jeweils in die passende Kiste zu sortieren sind). Wir sind genau wie die Funktionen in der App und dem Warenwirtschaftssystem mit unserem Projekt gewachsen – haben verändert und optimiert (oh, wie oft haben wir abends um 22 Uhr eigentlich die Regale neu sortiert…) aber sind nicht fertig: Als EinkaufsGEMEINSCHAFT hören wir zu, was unsere Mitglieder sich wünschen, passen das Sortiment, Abläufe und Öffnungszeiten so gut es geht an die Bedürfnisse an.
An jeden „Coop-Tag“ (also dienstags, donnerstags und samstags) freue ich mich sehr über das Treiben auf dem Hof, über nette und zufriedene Menschen, eine herzliche Atmosphäre, kurzweilige und intensive Gespräche, neue Kontakte. Es macht einfach Freude, dabei zu sein und ich bin gespannt auf dieses zweite und das dritte, vierte, … Jahr! |
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Unsere zweite Lammzeit: mähchtig was los!
Im Vorfrühling stand auch bei uns wieder die anstrengendste und zugleich schönste Zeit im Leben von Schafhalter*innen an: die Lammzeit. Und im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir schon fast behaupten: Wir wissen, was wir tun. Zumindest beinahe ;)
Denn kaum hatten wir uns innerlich auf den Start eingestellt, ging es auch schon turbulent los: Drei Geburten an einem einzigen Tag! Insgesamt haben in dieser Saison acht Mutterschafe 16 gesunde Lämmer zur Welt gebracht – und zwar ausnahmslos Zwillinge.
Natürlich lief nicht alles ganz nach Lehrbuch. Da unsere Lammzeit dieses Jahr schon Anfang Februar losging, war es streckenweise noch sehr kalt und es lag jede Menge Schnee. Da hieß es dann schonmal kurzfristig eine weitere Wärmelampe kaufen gehen, den Stall besser gegen Zugluft abzudichten und die frischgeborenen Lämmer extra gut trocken zu rubbeln.
Eine Geburt fand mitten in der Nacht statt, sodass wir sie erst am nächsten Morgen bemerkten. Da war das kleine Lämmer-Chaos allerdings schon passiert: Ein anderes, noch tragendes Mutterschaf hatte sich kurzerhand eines der beiden neugeborenen Lämmer „ausgeliehen“ und als eigenes angenommen. Leider wollte die eigentliche Mutter ihr Lamm danach trotz aller Versuche unsererseits nicht mehr annehmen. Und weil die fürsorgliche „Lämmer-Diebin“ am selben Tag selbst Zwillinge bekam, kam sie als Amme nicht infrage.
So hatten wir plötzlich ein Flaschenlamm: den kleinen Anno. Und was sollen wir sagen? Anno entwickelte sich in kürzester Zeit zum absoluten Liebling des Posthofs – besonders bei den Kindern. Am Ende wurde nicht etwa diskutiert, wer ihn füttern muss, sondern eher, wer ihn wann füttern darf. Ein kleines Lämmchen mit großem Fanclub.
Für eine weitere Überraschung sorgte Elrond. Trotz lückenlosem Herdbuch-Stammbaum als Coburger Fuchsschaf kam er nicht fuchsbraun, sondern komplett schwarz zur Welt. Und auch sonst ist Elrond in jeder Hinsicht besonders: besonders groß, besonders frech, besonders mutig – und besonders kuschelbedürftig. Vielleicht sollten wir unsere eigene Zuchtlinie starten: „Black Coburger Spezial“?
Inzwischen sind alle Lämmer gut ins Leben gestartet und genießen gemeinsam mit ihren Müttern das saftig-frische Gras auf den Koppeln. Denn: Die Weidesaison hat begonnen!
Und seit dem 1. Mai ist bei uns endgültig Sommer: Die Schafe wurden geschoren und tragen jetzt ihren luftigen Sommerlook. Für uns bedeutet das: Wir haben wieder jede Menge wunderbare Wolle zu verarbeiten. Wer Wolle zum Verspinnen, Basteln oder für andere kreative Projekte haben möchte, kann sich gerne bei uns melden. Auch (für die Tierwelt wunderbar duftende) Schietwolle für eure Beete oder zum Vertreiben von Wild vom Garten, könnt ihr bei uns abgreifen ;)
Und falls jemand im Hochsommer Lust auf eine nasse und erstaunlich meditative Hofaktion hat: Beim Wollewaschen freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung. |
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Neues BUND Projekt am Posthof: ArtenScouts
Wir haben tolle Neuigkeiten!
Auf dem Gelände der BUND Naturerlebniswerkstatt Humulus tut sich dieses Jahr etwas Neues: Wir freuen uns sehr, dass wir einer von zehn Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg am Projekt ArtenScouts des BUND Schleswig-Holstein sein dürfen.
Worum wird es gehen? Studien zeigen seit Jahren: Die Artenkenntnis und die Naturverbundenheit junger Menschen nehmen ab – und damit auch die Bereitschaft, sich für Fauna und Flora einzusetzen. Das Projekt ArtenScouts setzt genau hier an. Es will Jugendliche und junge Erwachsene langfristig für Natur- und Artenschutz begeistern, Expert*innen-Wissen praxisnah weitergeben und ein landesweites Netzwerk junger Artenkenner*innen aufbauen.
Bei uns am Posthof entstehen dafür zwei lokale Jugendgruppen, die sich regelmäßig auf dem Hof oder drumherum treffen, auf gemeinsame Exkursion gehen und diverse Fachexpert*innen und ihre Themen kennenlernen. Begleitet und aufgebaut wird das von einer ArtenScouts-Referent*in hier vor Ort! Klingt interessant? Genau dafür schreiben wir aktuell eine Honorarstelle auf 9 Wochenstunden aus.
Wenn du entsprechende Erfahrungen mitbringst, Lust hast, mit Jugendlichen draußen unterwegs zu sein, Artenwissen weiterzugeben und das Projekt hier bei uns mit aufzubauen – oder wer jemanden kennt, dem*der das wie auf den Leib geschneidert wäre –, melde dich sehr gern schon Mal bei uns. Die ausführliche Stellenausschreibung wird demnächst auch über unsere Homepage zu finden sein.
Wir freuen uns darauf, das Projekt am Posthof anlaufen zu lassen, neue Gesichter willkommen zu heißen und gemeinsam mit jungen Menschen die Vielfalt unserer Umgebung zu entdecken. |
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Neues Zuhause für unsere Hühner – und ein Abschied
Unsere Hühner sind umgezogen. Aus dem alten Stall geht es jetzt in einen mobilen Hühnerwagen mit Rädern, umgeben von einem Zaun, mitten im Grünen. Das Schöne daran: Die Tiere können immer wieder auf eine frische Fläche weiterziehen und dort mit ihren Schnäbeln den Boden bearbeiten – statt wie bisher über den Hof zu streifen und unsere jungen Pflänzchen aus der Erde zu ziehen. So profitieren am Ende alle: die Hühner von immer neuem Auslauf und frischem Grün, und wir von Beeten, die in Ruhe wachsen dürfen.
Zuwachs gab es auch: Sechs Junghennen sind in die Gruppe eingezogen. Im Gegenzug haben wir uns von zwei alten Hennen verabschiedet und sie geschlachtet – eine herausfordernde Aktion für uns, die wir in diesen Dingen doch recht unerfahren sind. Es ist eine Sache, sich für eine Tierhaltung zu entscheiden, in der auch das Töten dazugehört. Eine andere ist es, diesen Schritt dann tatsächlich selbst zu gehen.
Leben und Tod, Freude und Trauer – wir erlebten beides gleichzeitig. Die Hühner freuen sich über ihr neues Zuhause, und wir uns mit ihnen. |
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Schafstall-Neubau im Sommer: Volunteer Camp mit dem SCI
Im Sommer steht eines der größten Bauprojekte der nächsten Zeit an: der Neubau unseres Schafstalls. Vom 25. Juli bis 9. August 2026 richten wir gemeinsam mit dem Service Civil International (SCI) ein zweiwöchiges Volunteer Camp aus, in dem eine internationale Gruppe von Freiwilligen gemeinsam mit uns am Stall bauen wird.
Der neue Schafstall ist für uns mehr als nur ein Bauprojekt. Er ist der nächste Schritt auf dem Weg, den Posthof langfristig zu einem außerschulischen Lern- und Erfahrungsraum zu entwickeln – einem Ort, an dem ökologisch orientierte Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz und nachhaltige Lebensweisen konkret erlebbar werden. Dass wir dieses Vorhaben gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Ländern angehen können, freut uns besonders.
Neben dem praktischen Anpacken am Stall wird es zwei Wochen lang viel Raum geben für Gemeinschaft, Naturerfahrung und Austausch: einen Bildungsteil rund um nachhaltiges und gemeinschaftliches Leben, Schafyoga, Erlebnispädagogik in Wald und Wiese, Wochenend-Ausflüge in die Umgebung – und natürlich Hot Pot und Sauna im Garten, wenn die Seele am Abend baumeln möchte.
Übrigens! Wir suchen noch eine Campleitung
Damit das Camp gut gelingt, suchen wir noch eine Person für die Campleitung. Diese Rolle kümmert sich weniger um die allgemeine Orga oder Leitung, sondern vor allem um die Gruppe und den Flausch: Kennenlernen, Zusammenwachsen, das Wohlgefühl der Teilnehmenden und einen guten Rahmen für die zwei Wochen. Wer Lust hat, diese Aufgabe zu übernehmen, bekommt vorab die Möglichkeit zu einer Weiterbildung in Sachen Teambuilding durch den SCI – Vorerfahrung ist also keine Voraussetzung, Interesse an Menschen und Gruppenprozessen schon.
Wenn das spannend für dich klingt oder du Fragen dazu hast, melde dich gern direkt bei uns unter wollfuechse@posthof-rendsburg.de.
Du hast noch Lust als Freiwillige*r mitzumachen?
Natürlich freuen wir uns auch noch über Teilnehmende aus dem eigenen Land – ob mit Bau-Erfahrung oder ohne, Hauptsache mit Lust, gemeinsam etwas zu schaffen und zwei Wochen Teamwork zu erleben.
Alle Infos zum Camp und zur Anmeldung gibt es über die SCI-Projektseite und auch über unsere Webseite. |
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Posthof eG
Nübbeler Weg 53, 24768 Rendsburg
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