Unser neuer Schafstall – juhu! Danke an unsere Freiwilligen des Volunteer Camps
Im letzten Newsletter haben wir es angekündigt – jetzt können wir berichten:
Der neue Schafstall steht. Und er steht, weil vom 25. Juli bis zum 9. August zwölf junge Menschen aus aller Welt bei uns auf dem Hof gelebt, gebaut und mit angepackt haben.
Seit drei Jahren leben Schafe auf dem Posthof, und untergekommen sind sie damals im alten Pferdestall – schlicht deshalb, weil er schon da war. Für den Anfang war das genau richtig. Mit der Zeit fiel uns aber an immer mehr Ecken auf, dass ein Pferdestall eben doch kein Schafstall ist. Also haben wir beschlossen: Es soll ein neuer her.
So ein Stall ist eine ordentliche Portion Arbeit – da wird geschleppt, gesägt und gehämmert, und zwar reichlich. Deshalb haben wir uns Verstärkung geholt und das Projekt gemeinsam mit dem SCI (Service Civil International) als zweiwöchiges Volunteer Camp ausgerichtet. Was man von außen nicht sieht: Für uns fing der Stallbau nicht im Juli an, sondern gut ein Jahr vorher. Damit an jedem der vierzehn Tage alle zwölf etwas Sinnvolles zu tun haben und das passende Material und Werkzeug auch wirklich bereitliegt, muss vorher einiges passieren. Es wurde geplant, beantragt, bestellt, besorgt, gekauft – und zwischendurch immer wieder die eine oder andere bürokratische Hürde genommen. Und dann noch eine. Und dann noch eine.
Die zwei Wochen waren intensiv, und jeden Tag wuchs der Stall ein kleines Stück: erst die Wände, dann das Dach, zuletzt die vielen Details – Tore, Abtrennungen, all das Kleinzeug, das am Ende den Unterschied macht. Nebenbei wurde der alte Stall ausgemistet, der alte Paddock abgebaut und der neue aufgebaut, diverse Tore gezimmert und Unkraut gejätet. Zu wenig zu tun gab es wirklich zu keinem Zeitpunkt.
Fast alles lief nach Plan – am Ende der zwei Wochen stand tatsächlich ein fertiger, bezugsfertiger Stall.
Am letzten Tag war es dann so weit: frisch eingestreut, die neue Raufe zum ersten Mal mit dem Lieblingsfutter der Schafe befüllt, die Tore auf. Die Schafe guckten erst einmal reichlich irritiert – so viel Neues auf einmal –, hatten sich dann aber erstaunlich schnell eingerichtet. Danach noch ein wenig aufräumen, und schon waren die zwei Wochen um.
Die meisten unserer Teilnehmer*innen haben die Gelegenheit genutzt, um anschließend noch ein bisschen durch Deutschland und Europa zu reisen – viele von ihnen waren ja ein ganzes Stück von zu Hause weg. Sie kamen aus Mexiko, Australien, Ukraine, Japan, Belgien, Spanien, Türkei, Kambodscha und natürlich auch aus Deutschland. Zurückgeblieben sind ein Hof, auf dem es plötzlich sehr still war, ein paar sehr zufriedene Schafe und die Erkenntnis, wie viel zwölf Menschen in vierzehn Tagen schaffen können, wenn sie gemeinsam anpacken. Danke an euch alle – ihr habt hier etwas hinterlassen, das bleibt.
Wenn ihr Interesse an weiteren Einblicken in den Bau habt, besucht gern unsere Instagram-Seite @unserposthof, dort haben wir den Verlauf in Kurzvideos festgehalten. |